Virologie
Was ist eine Infektionskrankheit?
Eine von einem bestimmten Mikroorganismus verursachte Gesundheitsstörung.
Was ist ein Virus?
Während Bakterien sich selbstständig ernähren und vermehren können, nutzt ein Virus den Stoffwechsel einer Wirtszelle. Ohne sie kann es nicht existieren. Ca. 90 Prozent aller Infektionskrankheiten werden durch Viren hervorgerufen.
Wie ist ein Virus aufgebaut?
Ein Virus besteht aus einem Strang Erbsubstanz (DNA oder RNA) und einem Proteinmantel. Wichtige Bestandteile eigenständiger Zellen wie einen Zellkern oder Mitochondrien (die Kraftwerke der Zellen) fehlen. Auch die Chlamydien wurden früher zu den Viren gezählt. Da sie sowohl DNA als auch RNA besitzen und über einen eigenen Stoffwechsel verfügen, zählt man sie heute zu den Bakterien.
Wie vermehren sich Viren?
Viren vermehren sich in Zellen von Pflanzen, Tieren, Menschen oder Bakterien. Der Virus schleust sein Erbmaterial in eine Zelle ein, die dann ihre ursprüngliche Arbeit einstellt und sich nur noch der Virusvermehrung widmet.
Wie steckt man sich mit Viren an?
Die Art der Ansteckung ist von Virus zu Virus unterschiedlich. Sie kann über kleinste Hautverletzungen (z.B. Warzenviren), über die Schleimhäute von Mund und Geschlechtsorganen (z.B. Herpesviren), über die Nahrung (z.B. Hepatitis A) oder auch über Tröpfcheninfektion, wie Husten und Niesen (z.B. Masernviren) erfolgen.
Hier finden Sie eine Übersicht häufig vorkommender Viren.

