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Die speziellen Auf- und Abbauprodukte PINP/ICTP des Typ I-Kollagen im Blut stammen hauptsächlich vom Knochenmetabolismus. Die übliche Vorstellung des Knochens konzentriert sich nur auf den Kalziumstoffwechsel und neigt dazu, die Tatsache außer Acht zu lassen, dass sich mehr als die Hälfte des körpereigenen Kollagens in den Knochen befindet. Häufig liegt bei einer Osteoporose ein Ungleichgewicht zwischen Knochenaufbau und –abbau vor, das zu einem beschleunigten Knochenmasseverlust führt. Die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) erfasst zwar das Resultat dieser Störung ("niedrige Knochendichte"), gibt aber keinen Hinweis auf die zugrundeliegende Stoffwechselstörung.

Laboruntersuchungen, die Rückschlüsse auf die Aktivität und Balance des Knochenstoffwechsels erlauben, gewinnen in der klinischen Praxis zunehmend an Bedeutung und sollten routinemäßig eingesetzt werden.