
NMP22 Arztinformation
Allgemeines Bewusstsein über Blasenkrebs und die Schwere der Erkrankung fehlt
Jedes Jahr erkranken ca. 28.750 Menschen in Deutschland an Harnblasenkrebs * - Tendenz steigend. Männer (21.410) sind knapp dreimal so häufig betroffen wie Frauen (7.340). Das Harnblasenkarzinom ist nach dem Prostatakrebs der zweithäufigste urologische Tumor und durch die lebenslange Betreuung und Behandlung eine der teuersten Krebserkrankungen.
Die Anzahl der Neuerkrankungen steigt kontinuierlich. Im europäischen Vergleich liegen die Neuerkrankungen für Frauen an erster Stelle. In Deutschland liegt die Anzahl der Neuerkrankungen beim Blasenkrebs für Frauen höher als die des Zervixkarzinoms mit steigender Tendenz.
In Bezug auf die Einwirkung von Umwelteinflüssen stellt der Zigarettenkonsum und die Exposition gegenüber bestimmten Chemikalien das Hauptrisiko für die Entstehung von Blasenkrebs dar.
Generell ist die Prognose für das Überleben stark abhängig vom Grad der Ausbreitung der Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose. Die leitlinienkonforme Stufendiagnostik in der urologischen Praxis hat zu keiner Verbesserung der Tumorfrüherkennung geführt, da seit ca. 30 bis 40 Jahren der Anteil der primär diagnostizierten bereits invasiven Tumore (25 bis 33 Prozent) gleich geblieben ist.
Früh diagnostiziert kann meist die Blase erhalten werden und die Chance auf Heilung ist erhöht. Hier besteht ein enormes positives Entwicklungspotential in der Urologie. Nur eine präventivmedizinische Betreuung und ein risikoadaptiertes Screening auf Blasenkrebs bei Personen, bei denen die Anamnese das Vorliegen von Risikofaktoren für das Blasenkarzinom ergibt, können die Situation für den Patienten verbessern. Um die Früherkennungsrate und diagnostische Genauigkeit - besonders bei hochdifferenzierten Tumoren - zu verbessern, wurde der NMP22 als einfach anwendbarer Tumormarker für die fachärztliche Praxis entwickelt.
* Quelle: "Krebs in Deutschland" GEKID - Gesellschaft der epidemologischen Krebsregister in Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut, 6. überarbeitete Auflage 2008
Harnblasenkrebs - eine unterschätzte Krankheit
Die Prognose bei Harnblasenkrebs variiert stark nach dem Grad der Ausbreitung der Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose. In der neuesten Ausgabe des RKI und GEKID 2008 erkrankten 28.750 Menschen in 2004 neu an Blasenkrebs. Dies bedeutet, dass ca. alle 20 Minuten ein Mensch in Deutschland an Blasenkrebs erkrankt. Wird der Blasenkrebs in einem frühen Stadium erkannt, so liegt die 5-Jahres Überlebensrate bei 95%. Ungefähr 30% der Patienten werden primär bereits mit einem muskelinfiltrierenden Tumor detektiert, was die 5-Jahres Überlebensrate auf 48% senkt und somit dramatisch verschlechtert. Als Konsequenz daraus starben 6.194 Patienten 2004 an dieser Erkrankung. Nutzen Sie die Möglichkeit der Früherkennung - der NMP22 Test kann Leben retten! Grafik 5-Jahres-Überlebensrate Blasenkrebs
Informationsmaterial
für die Arztpraxis
NMP22 BladderChek hört genauer hin [Broschüre pdf 1.686 KB]
Harnblasenkrebs - eine unterschätzte Krankheit [Flyer pdf 573 KB]
Handbuch zum interaktiven RisikoCheck Harnblasenkrebs [pdf 276 KB]
Das interaktive RisikoCheck Programm erleichtert Ihnen in der Alltagspraxis Risikopersonen für das Harnblasenkarzinom zu erkennen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter!
Aufklärungsformular
zum Thema Blasenkrebs im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung mit NMP22 [pdf 65 KB]
Diese Unterlagen können Sie auch in gedruckter Form zur Verwendung in Ihrer Arztpraxis bei uns bestellen.
Krebs in Deutschland 2003-2004 - Häufigkeiten und Trends
Eine gemeinsame Veröffentlichung des Robert Koch-Instituts und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V., 6. überarbeitete Auflage, 2008
Link zum RKI
Download der Broschüre

